Frau sein

Eine jede von uns hat Momente in denen der pure Neid in uns hoch kocht. Vielleicht war es der dämliche Apfel, Zufall oder das Schicksal. Im Grunde ist es pure Zeitverschwendung darüber zu sinnieren oder gar einen Eintrag zu schreiben, aber ich habe Urlaub, zu viel Zeit und mir steht gerade der Sinn danach. Die Musik tut ihr übriges.

Ich muss gewaltig aufpassen, in welche Richtung dieser Eintrag gehen soll, ohne zu viel von mir preis zu geben. ^^

Es ist nicht der Neid auf dieses Stück Fleisch das euch zwischen den Beinen baumelt, sondern eher diese Freiheit die euch stets umgibt, der ihr euch nicht einmal bewusst seid. Vermute ich nur, bevor ich gleich ausgebuht und mit Tomaten beschmissen werde.

Als junges Mädchen hat man mich eher für einen Jungen gehalten. Meine Beine waren immer etwas zu kräftig und ich wollte stets sportlicher sein als mein kleiner Bruder. Bis zu einem gewissen Alter gelang es mir auch recht gut. Ich konnte gut schießen und man stellte mich auch gerne mal ins Tor, zerbrechlich wirkte ich ja nun wirklich nicht.

Irgendwann verlor ich dann tatsächlich in Arm drücken gegen ihn und diese Schmach trug ich noch Wochen mit mir herum. Mein Stolz  war gebrochen. So wird man also zu einer Frau. Bekommt Brüste, nicht einmal gleichzeitig zu wachsen beginnen diese Dinger und blutet was das Zeug hält. Mein Vater durfte mir dann Binden kaufen gehen. Der eigene Bruder überholt einen in Kraft und Größe, während man selbst seine Freizeit auf der Toilette verbrachte und kläglich daran scheiterte sich Tampons einzuführen. Ich glaube das war damals der Tiefpunkt schlecht hin. Heute muss man darüber lächeln, aber das war wirklich scheisse damals.

Was ich eigentlich sagen möchte…heute, gefühlte tausend Jahre später im reifen Alter von 30, habe ich das Gefühl erneut eingeholt zu werden. Dieses Mal nicht konkret von meinem Brüderchen, sondern allgemein von der männlichen Spezies. Ich könnte natürlich jetzt weiter schreiben, aber das würde bedeuten, dass dieser Beitrag wirklich, wirklich lang wird und das sieht mir ganz und gar nicht ähnlich. 😉

Eure Luise

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8 Antworten auf „Frau sein

  1. Hm…
    Dieser Eintrag wirft mehr Fragen auf als er Antworten gibt. Eine Eigenschaft, die ich dir schon oft zum Vorwurf gemacht habe, ist, dass Du Dinge beginnst und andeutest, einem dann aber die Antwort schuldig bleibst. Schlagartig und abrupt brichst du dann in dem Moment ab, wo du der Meinung bist zuviel preiszugeben. Schade.

    Und so tappen wir auch diesmal im Dunkeln, grübeln darüber nach, was du damit sagen willst oder wolltest. Gleichzeitig fürchte ich, dass es auch diesmal unbeantwortet im Sande verlaufen wird. #versteheinerdiefrauen

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    1. Diesen Eintrag habe ich in erster Linie für mich geschrieben. Ein kleiner Merkzettel, wenn du es so sehen magst, da könnt ich noch so lange an mir herum mäkeln. Selbstverständlich hätte ich ihn dann auch auf unsichtbar stellen können, aber mir war zu Beginn des Eintrages nicht bewusst, dass er so lang werden würde und als ich das dann merkte, machte ich Stopp. Blöd für euch, gebe ich zu, aber mir reichte es bis da hin. Ich gelobe Besserung….vielleicht!!!

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  2. Perse habe ich nichts gegen längere Einträge 😉
    Wenn du dich nicht auf konkret biologische Fakten oder gesellschaftliche Vorurteile berufst, vielleicht beruhigt es dich, dass zumindest ich der Meinung bin, dass es eher den unterschiedlichen Persönlichkeiten verschuldet ist, dass man sich von anderen überholt fühlt.
    Ich kenne das.

    Es gibt einige Leute in meinem Umfeld, die nie mit sich zufrieden sind und sich deshalb immer höhere Ziele setzen. Folglich auch höhere als ich, da ich zwar auch selten richtig happy mit mir bin, aber mehr am planen bin, das zu ändern, als am durchziehen. Kleiner Trost: selbst, wenn besagte höhere Ziele erreicht werden, sind diese Personen immer noch nicht zufrieden.

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  3. Zum Glück gehöre ich nicht zu solchen Menschen. Ich mag zwar hier und da einige seltsame Gedanken hegen, doch bin ich im großen und ganzen ein zufriedener Mensch, oder sagen wir anders, ich weiß wie gut es mir geht und dass das manchmal nichts weiter als „Luxusprobleme“ sind, also schüttle ich den Kopf und gehe weiter.

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