PhanThomas schreibt – Dieses verflixte 2016

Was für ein Jahr! Eigentlich ist in meiner heimeligen Welt gar nicht so viel Schlimmes passiert, aber das Drumherum … meine Güte! Gefühlt hat der Lärm der Welt eine nie dagewesene Unerträglichkeit erreicht. Vermutlich war’s niemals wirklich besser und wenn man mal die Tagesschau von vor 20 Jahren anschaut, die auf einem der unzähligen Öffentlich-rechtlichen Sender ausgestrahlt wird, dann wird das auch untermauert: Irgendwo gab es immer Krieg, irgendwo wurden immer Geiseln genommen, Anschläge begangen, etc. und irgendwo gab es immer schon einen Irren, der nichts lieber getan hätte, als der Welt den letzten Schubs zu geben, der nötig war, um sie gänzlich in den Abgrund zu stürzen.

Trotzdem scheint 2016 eine Zäsur darzustellen, eine scheußliche Dissonanz im Reigen der sonstigen Aufs und Abs der Jahre, die ich bewusst und aufmerksam miterlebt habe. Der Brexit, ein – um es mit Jan Böhmermanns Worten zu sagen – orangefarbener Pelikan als nächster US-Präsident, von dem auch so gar nichts Gutes zu erwarten ist, in Deutschland ist der Terror angekommen und passend dazu erstarken überall die rechten Parteien. Inzwischen wird für 2017 ja schon das komplette Auseinanderbrechen der Eurozone herbeiprophezeit. Es ist, als würde die Welt in ein vermeidbares Chaos stürzen, alle wüssten es, wären aber zum Zusehen verdammt, weil die einen kein Rezept gegen die Katastrophe parat haben und die anderen Freude dabei empfinden, die Welt brennen zu sehen. Auf ganz ähnliche Art und Weise ist diese Welt in die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, den Ersten Weltkrieg, hineingeschlittert, aber ich will den Teufel nicht noch deutlicher an die Wand malen, als er dort ohnehin schon prangt.

Nie war es verlockender als 2016, Augen und Ohren zu verschließen, ganz, ganz langsam bis zehn zu zählen und zu hoffen, dass dann der Kelch an uns Menschen vorübergegangen sein möge. Die Lösung ist das aber wohl auch nicht.

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