Diese eine, ganz spezielle Wohnung

Die Wohnungssuche gestaltet sich mehr als schwierig.  Es mag gewiss zum größten Teil an meinen gehobenen Ansprüchen liegen, aber letztendlich muss ich darin leben und glücklich sein. Eine Besichtigung gab es bereits, aber die endete schnell in einer großen Ernüchterung. In einem anderen Fall reagierten die Menschlein nicht einmal auf meine Anfrage, gewiss hatten sie schon jemanden gefunden. Und gerade erst kürzlich war sie dann dabei, diese Liebe auf den ersten Blick. Zwei Zimmer, ein wunderschöner Ausblick, Parkett, eine herrliche Küche und ein noch schöneres Badezimmer. Der Preis jedoch eine Frechheit, also reden wir nicht weiter drüber, zu frisch die Wunde.

Aber ich gebe selbstverständlich nicht auf. Sie wird schon irgendwann dabei sein, diese eine ganz spezielle Wohnung. 🙂

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„Marcel“ schreibt – Eine Junge Frau Namens Luise. S :)

Ich überlege gerade wie lange wir uns schon kennen. Genau weiß ich es nicht zu benennen und sehe auch schon den imaginären Zeigefinger der mir drohend gezeigt wird. Zwei Jahre sind es auf jeden Fall und ich würde sogar noch auf mehr Zeit tippen, die wir uns nun schon kennen.

Die Umstände unseres Kennenlernens würde ich als etwas außergewöhnlich bezeichnen wollen. Es ist eine der Bekanntschaften die unerwartet und plötzlich in das eigene Leben treten, dass man eigentlich nicht viel Zeit zum Überlegen hat und auch gar nicht überlegen will. Seit nunmehr fast 10 Jahren führe ich ein Onlinetagebuch und es ist wohl der voyeuristischen Ader der Dame Luise zu verdanken, dass sie so auf mich gestoßen ist. Nun kann ich mich wirklich nicht mehr daran erinnern, wie sich der Kontakt aufgebaut hat. Alzheimer lässt grüßen und man möge mir vergeben. Das Alter, das Alter…

Ich wette aber, dass alles mit den Kommentaren zu meinen Einträgen begonnen hat und irgendwann wurden daraus private Nachrichten, die über das Onlinetagebuch ausgetauscht wurden. Dann wurde daraus ein Skype Kontakt und irgendwann auch ein Telefonat, dem noch viele folgten. Teilweise bis spät in die Nacht und auch sehr regelmäßig. Und unter Hilfenahme der modernen Kommunikationsmittel, wurde der Ton auch durch bewegte Bilder ergänzt. Zumindest in eine Richtung, denn jegliches Bitten und Betteln das auch mal die Gegenseite ein Video per Skype überträgt, blieb bislang unerhört und unerfüllt. Ja, die Welt ist ungerecht. Schließlich hatte ich auch versucht die Bildübertragung von meiner Seite zu boykottieren aber meistens bin ich dann doch eingeknickt und habe wieder den Knopf für die Kamera gedrückt, den die andere Seite offensichtlich weiter verstauben lassen will.

Welchen Eindruck habe ich von Frau S.? Hm, nun, in erster Linie fällt mir da ihr Beruf ein. Etwas, wo sie wohl ihre Bestimmung gefunden hat. Bemerkenswert und auch zu beneiden, denn nicht jeder kann das von sich sagen. Ihren Erzählungen und teilweise auch in Bild und Ton gebannt, ist eindeutig zu sehen, dass sie ihren Beruf über alles liebt und auch ihre kleinen Schützlinge. Nicht selten habe ich mir dann so nebenbei gedacht, dass sie auch die perfekte Mama sein würde. Irgendwann wird das sicher auch so sein und ich bin gespannt, ob sie da auch eine solch große Geduld aufbringt, wie in ihrem Job. Ich denke aber schon. Oder etwa doch nicht? Hm…doch, doch. Ganz bestimmt.

Und sie nennt sich selbst eine begeisterte Bloggerin, was auch durch ihre Blogs belegbar ist. Doch nicht selten haben die eine recht kurze Lebensdauer. Ein Manko der Frau S. scheint gefunden: ihre Wankelmütigkeit und kurzweilige Ausdauer. Man möge mir verzeihen, wenn ich das nun so schreibe. Wir hatten diesbezüglich auch schon so die ein oder andere Diskussion. Da wird sich angemeldet mit übersprühendem Tatendrang und kurz darauf ist dieser aber auch schon wieder verpufft. Kein Interesse mehr, alles zurück auf Anfang. Und das zieht sich nach meinem Dafürhalten auch durch andere Bereiche. Frau S. zieht nun sicher die Augenbraue nach oben und fragt sich, was ich jetzt damit meinen könnte. Sicher holt sie auch schon tief Luft um diesem Vorwurf im Keim zu entkräften. Dem schmetter ich aber geschwind etwas entgegen. Stichwort: Keyboard. Peng! Schach und Matt. Ja, voller Tatendrang wollte Frau S. anfangen zu spielen. Hatte große Pläne und wohl auch schon eine Tournee geplant, doch die endete, zumindest für das Keyboard, in dem Zwischenraum zwischen Wand und Schrank.

Doch bevor Frau S. hier nun mit dampfenden Kragen das Notebook zusammenklappt oder gar aus Wut den Blog schließen will (wie gesagt, es wäre nicht der Erste), möchte ich noch erwähnen, dass sie ein wunderbares Auge für Motive hat. Manche Menschen behaupten sogar, sie hätte zwei Augen. Nun, wie dem auch sei. In Sachen Fotografie ist schon einiges wundervolles entstanden und zeigt auch ihren Blick für das Schöne. Und wenn ich mal ein Bild geschickt habe, wurde dies meistens auch sofort optimiert. Allgemein ist Frau S. wirklich kreativ. Sie bloggt dazu ja auch oft ihre Zeichnungen. Und auch die Bilder der Wohnung zeigen mir die Liebe zum Detail. Sei es nun ihr Arbeitsplatz oder der Balkon. Alles erscheint wie aus einem Bilderbuch. Als Nebenberuf wäre Innenarchitektin oder Fotografin wohl definitiv eine Option. Warum sie allerdings nicht den Schritt wagt, zumindest in Sachen Fotografie, erschließt sich mir nicht. Die gegebenen Anfragen sollten eigentlich Beweis genug sein.

Im Großen und Ganzen könnten wir eigentlich nicht unterschiedlicher sein. Hier treffen wirklich zwei Mentalitäten zusammen, was auch schon für einiges an Zoff gesorgt hat und in der Folge zu einer gewissen Funkstille. Auf der einen Seite Frau S. die fleischgewordene Frohnatur, deren Stimmung scheinbar nichts zu trüben vermag. Dunkle Wolken werden kurzerhand weggepustet und erst gar nicht eingeladen. Auch wenn ich nicht immer dran glauben mag, ob das wirklich alles so der Wahrheit entspricht. Aber über gewisse Sachen schweigt sich Frau S. einfach konsequent aus. Natürlich, es ist ihr gutes Recht doch ob das auf Dauer gut ist? Hm, da bin ich anders. Der geborene Pessimist und knurrig bis grummelig dazu. In vielen Dingen vom Leben gezeichnet und enttäuscht, sehe ich immer erstmal das Schlechte, wogegen Frau S. da singend über eine Blumenwiese tanzen würde. Und so treffen da zwei Welten aufeinander. Unterschiedlicher geht wohl nicht.

Abschließend möchte ich sagen, dass Frau S. eine Träumerin ist. Nicht im negativen Sinne, ganz im Gegenteil. Sie hat sich, wohl auch bedingt durch ihren Beruf, eine Art kindliches Gemüt bewahrt. Nichts scheint ihre Laune trüben zu können. Naja, fast nichts, denn das habe ich auch schon hinbekommen. In der Hinsicht bin ich wohl ihr Kryptonit, was ihr nicht immer gut tut. Aber lange lässt sie sich nicht betrüben und geht ganz schnell wieder in ihrer Frohnatur auf. Ich hoffe, sie kann sich das beibehalten. Es ist beneidenswert.

Mein neuer bester Freund „Herr Ventilator“

Der Zusammenbau gestaltete sich etwas schwieriger als erwartet. Wollte doch alles nicht so recht zusammen passen. Mit reiner Gewalt kam ich da auch nicht weiter. Kurz vor der Kapitulation das große Oooooh & Ahhhh , so geht das also. Die kleinen Fingerchen bereits wund, egal, das Endergebnis zählt. 10 Minuten später ein wirklich Besorgnis erregendes Geräusch. Panik stieg in mir auf, gefolgt von schrecklichen Bilder aus den „Final Destination“ Filmen. Mache kurzen Prozess und führe eine zweite Operation an Herr Ventilator durch. Die kleinen Fingerchen bereits taub, der Kopf hoch rot. Jetzt hilft nur noch Gewalt.

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Filter für ALLE & ALLES ^^

Es sollte Filter für doofe Montage geben, Filter für rote Ampeln und überhaupt mehr Filter für ALLEEEEEEE und ALLES 🙃 Das Leben muss nicht immer so ernst sein.

huio9p0üß+

uiopü+

uiopü

Luise sinniert wieder vor sich hin

Ist doch eine himmelschreiende Ungerechtigkeit das Mäuse im Durchschnitt nur 2 Jahre alt werden, während ein Kakadu locker die 100 Marke erreicht. Das mag zwar alles seine Ordnung haben, aber ungerecht ist es dennoch. Man stelle sich mal vor diese beiden Tierchen begegnen sich rein zufällig, weil sie in dieselbe Richtung müssen. Gesellig wie er ist beginnt der Kakadu ein Gespräch, sie reden über dieses und jenes, ab und an ein kleines Witzchen. Man versteht sich und eine Freundschaft wird geboren. Nummern werden ausgetauscht, Geburtstage werden in die Kalender eingetragen…..

Naja ihr wisst worauf ich hinaus will.

Die Maus bricht in Tränen aus, weil sie sich dessen bewusst wird, der Kakadu läuft ihr hinterher und am Ende liegen sich beide in den Armen und weinen bitterlich.

www.animals-planet.eu